Gesunder Stress: Machen Sie Stress zu Ihrem besten Freund!

Verfasst von am 11. Januar 2016
Gesunder Stress: Machen Sie Stress zu Ihrem besten Freund!

„Ich bin so gestresst, dagegen muss ich endlich was tun!“ Das sagen heutzutage die meisten – im Job und viele sogar in ihrem Privatleben. Stress wird in unserem Leben allzu oft als Gegner Nummer eins von Glück und Lebensfreude angesehen. Dabei muss er das gar nicht sein: Die Wissenschaft hat gerade entdeckt, dass Stress durchaus gesund sein kann.

Untersuchungen der amerikanischen Gesundheitspsychologin Kelly McGonigal von der Stanford University CA (www.kellymcgonigal.com) belegen nämlich, dass Stress keineswegs nur ein krankmachender Energieräuber ist. Er kann auch das Gegenteil bewirken und die Basis sein für ein erfülltes, glückliches Leben. Voraussetzung ist, dass wir das Energiepotenzial, das uns der Stress bietet, konstruktiv nutzen.

Es ist die innere Einstellung eines Menschen zu den alltäglichen Anforderungen des Lebens, die den entscheidenden Unterschied macht.

Maßgeblich dabei ist: Dass Sie das, was Sie tun, meistens gerne tun!

Sie selbst entscheiden also, ob Stress Ihr Feind oder Ihr Freund ist. Es ist Ihre innere Haltung, ihre Entscheidung, Ihr Leben ernsthaft und konsequent selbstverantwortlich zu gestalten, die den Ausschlag gibt, ob Stress zum „bad feeling“ wird oder ob Sie ihn zu Ihrem gesunden Antriebsmotor, zu einem „good feeling“ machen.

Wie Sie zu einer solchen, vielleicht für Sie neuen Sichtweise gelangen, hängt auch von Ihrem Ausgangspunkt ab, nämlich davon, welcher Stress-Typ Sie sind. Lassen Sie mich Ihnen einen Überblick geben.

Wir unterscheiden drei Stress-Typen


Stress-Typ Nummer 1 ist „Der Sensible“. Seine Die Grundhaltung ist: „Auch das noch…“

Sie haben tatsächlich viel um die Ohren, und obwohl Sie ständig nach Stress-Minimierung suchen, hat dieser Sie doch fest im Griff. Warum ist das so?

Sie geben allzu oft in Ihrem Leben die Verantwortung ab und überlassen anderen das Bestimmen. Das führt zu chronischer Überforderung und Überlastung. Denn die anderen laden Ihnen immer mehr Aufgaben auf, und Sie sagen nie „Nein“ oder „Stop“. So steigt Ihr Level an negativem Stress immer weiter an. Doch Sie sind der einzige Mensch in Ihrem Leben, der in der Lage ist, diesen selbstgemachten Stress angemessen zu regulieren.

Die Lösung: Ändern Sie bewusst Ihre Einstellung und Ihre innere Haltung! Lernen Sie „Nein“ zu sagen, und befreien Sie sich von den lästigen Routineaufgaben – auch wenn es Ihnen anfangs Angst macht. Das „Risiko des Nein-Sagens“ und die damit verbundene Angst in Angriff zu nehmen lohnt sich. Sie werden es erleben!

Tipp zur Umsetzung: Wenn Sie gezielt nach dem Suchen, was Sie am besten können und am liebsten tun, werden Sie ganz schnell erfahren, dass Sie dadurch Ihr Selbstwertgefühl stärken. Spaß und Freude am Tun geben Ihnen einen Zuwachs an Kraft und Bodenständigkeit, die Sie durch Ihre Angstwellen beim Nein-Sagen-Üben tragen werden.

Wenden Sie sich den wirklich spannenden Aufgaben in Ihrem Leben zu, und beginnen Sie, sich auf diese zu freuen. Ganz schnell werden Sie die Erfahrung machen, dass Sie das Sagen in Ihrem Leben zurückgewonnen haben. Genießen Sie es – es hält Sie gesund!


StressTyp Nummer 2 ist „Der Ausgeglichene: Seine Grundhaltung ist: „Ich habe alles im Griff.“

Wenn Sie dieser Stresstyp sind, federn Sie die Zumutungen des Lebens mit Gelassenheit und Coolness ab – so sieht es jedenfalls von außen aus. Sie tun alles dafür, Konflikte, Verunsicherungen und Anforderungen von sich abprallen zu lassen. Sie haben sich scheinbar das sprichwörtliche „dicke Fell“ zugelegt.

Dabei ist Kontrollverlust Ihre größte Angst. Ihr zugrunde liegt eine subtile innere Schwäche, die Sie keinesfalls zeigen wollen. Wenn Sie in etwas Energie investieren, dann in Ihr Image der Souveränität. Diese scheinbare Gelassenheit und Stärke machen einen Großteil Ihrer Anziehungskraft aus – und gleichzeitig sind sie der wunde Punkt in Ihrem Konzept. Denn der Aufwand, den Sie betreiben, um keinen Stress zu haben, um unberührbar zu sein und cool zu wirken, ist oft größer als es die zu bewältigenden Aufgaben und/oder Konflikte wären.

Die Lösung: Geben Sie Gas in Ihrem Leben, lösen Sie die Handbremse und riskieren Sie die Erfahrung, dass Aufregung, Stress, gelegentliches Chaos sowie ein Unwohlsein durchaus ihre guten Seiten haben. All das macht Sie lebendig und menschlich. Sie werden mit Sicherheit mehr Verbundenheit, Lebensfreude und Intensität in Ihrem Leben haben.

Tipp zur Umsetzung: Wenn Sie herausfinden, was Sie am besten können und am liebsten tun, und diese Stärken trainieren, werden Sie erfahren, dass sich in Ihrem Inneren eine stabile Kraft aufbaut. Spaß beim Tun und Freude an dem, was Sie machen, geben Ihnen Ihren individuellen Schwung zurück. Dieser ist stärker als Kontrolle!


StressTyp Nummer 3 ist „Der Macher“. Seine Grundhaltung ist: „Her mit den Herausforderungen.“

Manch anderem würde bei einem Blick in Ihren Terminkalender der Angstschweiß ausbrechen. Für Sie aber sind die hohen Belastungen ganz normal. Für Sie gehört es dazu, permanent Ihre eigenen Grenzen auszutesten. Sie packen Ihre Aufgaben an, Sie stellen sich den Anforderungen Ihres Lebens und haben – den neuesten Studien zufolge – den besten Umgang mit dem Thema Stress in unserem hektischen Alltagsleben gefunden, denn Sie haben gelernt, Ihren Stress zu einem gesunden Antriebsmotor umzuwandeln.

Auf diese Weise erleben Sie oft eine große Zufriedenheit und Lebensfreude bei dem, was Sie machen und tun. Sie leben nach dem „energetisch Prinzip“, hadern kaum mit den Anforderungen, die an Sie gestellt werden. Sie gestalten Ihr Leben, und Sie leben weitgehend „ganz entspannt im Hier und Jetzt“.

Aber auch Sie haben Ihre Gefahrenzonen: Sie vergessen die gesunden Pausen, neigen dazu, sich selbst zu überfordern und Raubbau an Ihrem Potenzial zu betreiben. Und Sie vergessen mitunter, dass nur wenige Menschen in der Lage sind, mit Ihrem Tempo mitzuhalten. So werden Sie ungeduldig, gereizt, „gestresst“ – und lassen diese Reizung an Ihrem Umfeld aus.

Die Lösung: Bildlich gesprochen: Auch Wellenreiter brauchen organische Pausen zwischen den einzelnen Wellensets. Gönnen Sie sich diese Pausen, hängen Sie im Wasser und lassen Sie sich treiben. Tun Sie einfach einmal nichts, und entspannen Sie sich, um dann wieder Schwung zu holen, optimal auf die nächste Welle aufspringen und diese bestmöglich zu nehmen.

Tipp zur Umsetzung: Besinnen Sie sich darauf, dass es für Sie darum geht, das Leben zu genießen. Und gehen Sie entschieden noch einen Schritt weiter. Machen Sie das, was Sie am besten können und am liebsten tun mit der größtmöglichen Bewusstheit und Achtsamkeit. Verlangsamen Sie Ihren Rhythmus – und erleben Sie mehr Sinnlichkeit beim Handeln. Sie werden mit Sicherheit genauso viel schaffen!


Fazit für uns alle

Was in unserer Macht liegt zu tun, liegt in unserer Macht, nicht zu tun.
Aristoteles

Sie sehen, es liegt also in unserer eigenen Hand, mit welcher Haltung wir den alltäglichen Stress in unserem Leben angehen, ob wir unter ihm leiden oder ihn in etwas Positives umwandeln. Wir bestimmen selbst darüber, ob wir uns einen Feind schaffen, der uns Tag für Tag zusetzt, oder Stress in einem anderen Licht sehen und ihn als einen starken Antriebsmotor sinnvoll nutzen.

Wenn Sie sich konsequent auf das besinnen, was Sie am besten können und am liebsten tun, sind Sie schon einen großen Schritt weiter. Dann haben Sie bereits die Eingangstür zu Ihrem gesunden Leben geöffnet.

Aber egal, was Sie tun – ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Spaß dabei.

Herzlichst

Ihre Lisa Zimmermann

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