Das Realitätsprinzip – oder: „Die Realität ruiniert mal wieder mein Leben!“

Verfasst von am 05. Juli 2016
Das Realitätsprinzip – oder: „Die Realität ruiniert mal wieder mein Leben!“

Diese Erfahrung, lässt der Comic-Autor Bill Watterson seine Figuren Calvin & Hobbes immer wieder machen – und das mit Recht! Denn oft ist es so:

Die Begegnung mit der Realität zerstört das Leben, das wir Menschen uns immer wieder in unseren Vorstellungen aufbauen. Das Sein vernichtet den Schein – und das kann oft sehr wehtun.

Die gute Nachricht ist:
Realität gibt Energie – setzt Energie frei!

Diese energetische Wahrheit zu erleben ist ungewohnt. Sie tritt nur dann ein, wenn wir Menschen bereit sind, uns der Realität voll und ganz zu stellen, sich ihr hinzugeben – sie zu sehen und anzunehmen, so wie sie ist. Es geht darum, sich in diese Erfahrung „hineinzuwerfen“ – wie in eine große Welle. Das erfordert eine sehr erwachsene Haltung und ein tiefes Vertrauen in das Leben – eine große Herausforderung für fast alle.

DIE MENSCHLICHE REALITÄT – MEHR SCHEIN ALS SEIN

Grundsätzlich ist es so, dass die menschliche Psyche von Geburt an nach innerer Sicherheit strebt. Gibt es in der frühen Kindheit zu wenig äußere Sicherheit, die als stabile Basis für das innere Sichersein dient, fliehen die Menschen in ausgedachte Vorstellungswelten, in denen ein Größen-Selbst imaginiert wird.

Das frühkindliche, fragile Selbstgefühl stärkt sich über Helden- und Großartigkeitsphantasien, die zunächst ein guter Schutz sind, jedoch gefährlich werden, wenn sie zu lange bestehen und immer weiter ausgebaut werden. Viele Menschen tendieren dazu, ihre Schein-Welt anhaltend mit der Realität zu verwechseln.

WAS STÜTZE IST WIRD ABGRUND

Sind die Größenphantasien zunächst Schutzmechanismen, so werden sie im Laufe der Entwicklung jedoch zu gefährlichen Fallen. Wenn Menschen ihre Vorstellungen und innere Heldenphantasien zu lange aufrechterhalten und zunehmend daran arbeiten, diese in die reale Welt zu übertragen, bekommen sie große Probleme in der Beziehung zu sich selbst und mit den anderen. Mit steigendem Alter wird es komplizierter das persönliche Selbstbild vom großartigen Helden aufrecht zu halten. Es verbraucht immer mehr Kraft, die dann für das reale Leben fehlt. Erschöpfung, Leistungseinbrüche und Burn Out sind die Folge. Oft dienen exzessive Süchte als Kompensation. Die stetig wachsenden Probleme mit der Außenwelt führen zu Rückzug, Isolation und Vereinsamung. Ein Teufelskreis entsteht.

DIE NARZISSTISCHE GESELLSCHAFT

Wir alle leben in einer narzisstischen Gesellschaft, in der es immer und überall sehr viel mehr um den Schein/das Image, als um das tatsächliche Sein geht. Die Täuschung/Selbsttäuschung wird überall in unserer Gesellschaft gefordert und gefördert. Die Wahrheit ist oft unbequem, unerwünscht und wird massiv unterdrückt. Das ist eine Tatsache, mit der wir alle tagtäglich umgehen und die inzwischen völlig „normal“ geworden ist. Jeder weiß es und geht davon aus, dass man überall belogen und betrogen wird, dass kaum jemand wirklich die Wahrheit sagt. Alle sind permanent damit beschäftigt, sich möglichst gut darzustellen. Die innere Leere wird dann durch Shopping, Konsum und Facebook gefüllt. Die allzeit gegenwärtige Smartphone-Kommunikation ersetzt das reale Miteinander. Das nährt uns kurzfristig – führt jedoch sehr schnell zu einem tiefen Gefühl von Langeweile und Sinnlosigkeit, unter der heutzutage besonders junge Menschen leiden.

Unsere Haltung dazu ist: „Isso! Kann man nichts machen!“

Ich liebe die US-amerikanische TV-Serie „Lie to me“ – die basierend auf den Forschungsergebnissen des „Facial Action Coding Systems“ des Psychologen Paul Ekman eindrücklich zeigt, wie die menschliche Körpersprache und nonverbale Kommunikation ausdrückt, ob Menschen lügen oder die Wahrheit sagen. Es wird sichtbar, dass etwas zu vertuschen oder vorzutäuschen bei uns an der Tagesordnung ist und meistens reflexartig, also völlig unbewusst geschieht.

Die Hauptfigur Carl Lightman sagt in der 1. Episode der Staffel 1 den wunderbaren Satz: „Glück oder Wahrhaftigkeit – beides zusammen gibt es nicht“. Leider oft wahr – doch ich sage Ihnen: Das muss nicht so sein!

FÜR ANDERE SITZEN WIR IMMER IM GLASHAUS

Wenn Menschen wollen, können sie sehen, ob ihr Gegenüber mehr im Sein oder Schein verankert ist. Doch die wenigsten Menschen wollen das wirklich wissen.

Es ist doch so nett und schafft ein Gefühl der Gemeinschaft, sich gegenseitig etwas vorzumachen. Die sozialen Medien wie Facebook, Instagram usw. laden permanent zur totalen Selbstdarstellung ein. Sich dagegen zu entscheiden macht „anders“ und somit auch oft alleine.
An dieser Stelle sage ich Ihnen: es lohnt sich.

DER AUSWEG AUS DEM DILEMMA:

Mut zur Realität oder mehr SEIN als SCHEIN wagen!

Es gibt einen Ausweg aus dem Dilemma und dieser heißt:
Einen veränderten Umgang mit der Realität finden – Hingabe an das, was ist finden und zulassen.
Das ist alles! Und es ist nur deshalb so schwer, weil es für uns absolut ungewohnt ist.

Wenn Sie lernen, sich Ihrer persönlichen Realität anzuvertrauen, dann werden Sie die Erfahrung machen, dass die Realität Ihnen Energie gibt, anstatt „Ihr Leben zu ruinieren“.
Mehr Sein als Schein entsteht – Glück und Wahrhaftigkeit gibt es dann gleichzeitig.

Wie das geht, zeige ich Ihnen gerne!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Mut in Ihrem Leben.
Ihre Lisa Zimmermann


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Lisa Zimmermann

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